Design-Build in der Praxis (II): Was später niemand mehr sieht

Seit rund zwei Monaten läuft die Realisierung der neuen Permanence Praxis der Curana Medizin AG im Haus zum Falken beim Bahnhof Zürich Stadelhofen auf Hochtouren.

Nach mehreren gemeinsam umgesetzten Praxisprojekten arbeiten wir auch bei diesem Ausbau wieder eng mit unserem Bauherrn Michael Messerli zusammen. Der direkte Austausch und die kurzen Entscheidungswege ermöglichen es, Wünsche und Anpassungen unmittelbar in die laufende Ausführung einfliessen zu lassen. Dass Planung, Koordination und Realisierung bei Integral eng miteinander verzahnt sind, zahlt sich gerade in dieser Phase aus: Schnittstellen können direkt geklärt und Entscheidungen ohne Umwege in die laufende Ausführung integriert werden. 

Nach den ersten Rohbauanpassungen und Grundinstallationen stand der September ganz im Zeichen der technischen Ausbauphase. Viele Arbeiten, die in den vergangenen Wochen ausgeführt wurden, werden im fertigen Raum später kaum oder gar nicht mehr sichtbar sein. Gerade sie bilden jedoch die Grundlage für die Qualität, Funktionalität und Betriebssicherheit der zukünftigen Praxis. 

Die Decke als Koordinationszone

Ein grosser Teil der Arbeiten spielte sich in den vergangenen Wochen im Deckenbereich ab. Die Mega Bau AG führte die Deckputzarbeiten aus und schuf damit die Grundlage für die weiteren Ausbauschritte. Parallel dazu wurden Kälteleitungen durch die Firma Meier Kopp Servcies AG mit Kautschuk gedämmt, Unterkonstruktionen für die abgehängten Decken (Isolag AG) erstellt und die Vorbereitung für die späteren Lichtinstallationen umgesetzt. Bereits in dieser Phase müssen Gebäudetechnik, Beleuchtung und Ausbau exakt aufeinander abgestimmt werden, damit später alles zusammenpasst.

Die technische Infrastruktur wächst

Auch die elektrotechnische Infrastruktur nahm im September Form an. Die neue Unterverteilung wurde durch EZ Elektro AG eingebracht, die Verkabelungsarbeiten liefen auf Hochtouren und die UKV-Leitungen für die Kommunikationsinfrastruktur wurden eingezogen. Gleichzeitig entstand die Infrastruktur für das zentrale Rack. 

Gerade in dieser Bauphase zeigt sich die Komplexität moderner Innenausbauten: Elektro, Kommunikation, HLKS und Ausbau teilen sich dieselben Installationsräume und müssen räumlich wie terminlich präzise koordiniert werden.
 

Technik unter dem Doppelboden

Ein weiterer wichtiger Teil der Gebäudetechnik befindet sich im später nicht sichtbaren Hohlraum des Doppelbodens.

Hier wurden Leitungen geführt, technische Komponenten installiert und unter anderem das Change-Over-System für Heizung und Kühlung eingebaut. Bevor die Doppelbodenplatten verlegt werden konnten, wurden die Hohlräume gereinigt und sämtliche Installationen nochmals kontrolliert.

Anschliessend erfolgte eine 24-stündige Druckprüfung der Leitungen. Erst nach erfolgreichem Nachweis der Dichtigkeit konnten die Doppelbodenplatten eingebaut und die Installationen dauerhaft geschlossen werden. 

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Qualität, die später verborgen bleibt

Parallel zu den technischen Installationen wurden die erforderlichen Brand- und Schallabschottungen erstellt. Leitungsdurchführungen und Installationsbereiche wurden gemäss den Anforderungen fachgerecht geschlossen.

Diese Arbeiten verschwinden später vollständig hinter Decken, Wänden oder Bodenaufbauten. Für die Sicherheit, den Komfort und den langfristig zuverlässigen Betrieb der Praxis sind sie jedoch von zentraler Bedeutung. 
 

Design-Build schafft kurze Wege

Gerade in dieser Bauphase zeigt sich der Mehrwert des Design-Build-Modells besonders deutlich. Die verschiedenen Gewerke müssen nicht nur einzeln funktionieren, sondern räumlich, technisch und terminlich aufeinander abgestimmt werden.

Da Planung, Koordination und Realisierung bei Integral eng miteinander verzahnt sind, können Entscheidungen früh getroffen und Schnittstellen direkt mit den ausführenden Unternehmern geklärt werden. Das reduziert Abstimmungsaufwand, erhöht die Planungssicherheit und sorgt für einen reibungslosen Baufortschritt.

Mit Abschluss der technischen Ausbauphase werden die ersten Konzepte nun zunehmend sichtbar. Der finale Innenausbau läuft bereits auf Hochtouren. Schreinerarbeiten, Leuchtenmontagen und Malerarbeiten prägen mittlerweile das Bild auf der Baustelle.

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Interessiert, tiefer in die Design-Build-Praxis einzutauchen? Lesen Sie hier auch Teil 1 dieser Serie: Design-Build in der Praxis (I): Vom BIM-Modell zur Umsetzung 

Felix Keller

Leitung Healthcare

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